Kritik majkamag.com
News & Presse - Jekyll & Hyde - Regensburg
"... Als Dr. Henry Jekyll war Randy Diamond ein verzweifelter und feinfühlender Sohn, der für seine Überzeugung kämpfende Wissenschaftler und liebende Verlobte. Wer ihn bisher noch nicht auf der Bühne erlebt hatte, konnte sich wahrscheinlich kaum vorstellen, wie aus diesem liebenswerten Kauz ein mordlüsternes Monster werden sollte. Recht bald bekam man das jedoch zu sehen und zwar auf beklemmende Art und Weise. Die Verwandlungen von Gut zu Böse taten selbst dem Zuschauer weh - jedes Mal ein bisschen mehr. Mr. Edward Hyde war das Spiegelbild, das keiner von sich sehen will. Randy Diamond zeigte es uns und seine Stimme lies das Publikum schaudern.
Es bedarf keiner besonders blutigen Mordszenen, um das Grauen dieser Taten darzustellen - es reichte dieser eine Darsteller, dessen wahnwitzige Mimik und einer Stimme, die das Eis der Hölle zum schmelzen bringt. ((Für alle, die es nicht wissen sollten: Die Hölle ist ein Eispalast!)...

Die größte Überraschung des Stückes war dessen Ende: ...Jekyll verwandelt sich in Hyde..und ... wird wieder zu Jekyll ... Und plötzlich lacht er hämisch auf und erwacht zu neuem Leben - Edward Hyde. Er springt auf und es kommt zur "Konfrontation" (das was wir vermisst hatten ;-) und diese Konfrontation hatte es wirklich in sich. Ein Hin und Her zwischen Gut und Böse, zwischen Flehen und Kampf - ausgetragen auf eine körperlich sehr anspruchsvolle Art für den Darsteller. Zwischen zwei Lichtstimmungen hin und her springend versuchte sich Jekyll zu winden und Hyde den Widersacher endlich zu besiegen. Das war ein wirklich nervenaufreibendes Ende."