Bericht Deniere
News & Presse - Ludus Danielis - Pfalztheater Kaiserslautern

Ein Megaerfolg made in Kaiserslautern

Gestern Abend war die letzte Vorstellung von "Ludus Danielis“

Im Juni 2008 fiel unter lautem und Minuten dauerndem Applaus der Vorhang für die letzte und wieder einmal ausverkaufte Vorstellung von „Ludus Danielis“. Fast 13.500 begeisterte Zuschauer hatten in der Spielzeit 2008/2009 das Rockoratorium in lateinischer Sprache besucht. Und weil die Zuschauer immer noch nicht genug hatten, gab es in den letzten zwei Monaten noch mal fünf Zusatzvorstellungen – alle ausverkauft! Ein riesiger und unglaublicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass zur Premiere keiner auch nur im entferntesten ahnen konnte, dass eine mittelalterliche Oper in einer modernen musikalischen Umsetzung als Rockoratorium zu einem solch unglaublichen Publikumsrenner werden würde. Es ist ein Mega-Erfolg geworden.

Eigentlich war es gestern Abend wie bei jeder Vorstellung: 22.30 Uhr - das Publikum stand nach dem großen Finale von den Sitzen auf und spendete der großartigen Produktion über mehrere Minuten und Zugaben der Akteure lauten Beifall. Viele der Zuschauer waren zum ersten Mal da, manche aber auch schon zum zweiten und dritten Mal. Und es ist immer wieder ein großartiges Erlebnis und bewegend, dieses Rockoratorium auf der Bühne erleben zu dürfen. Und doch war es ein wenig anders bei der allerletzten Vorführung. Hatten bei der Premiere noch alle Beteiligten Tränen in den Augen, weil dieser unglaubliche Kraftakt, dieses Rockoratorium auf die Bühne zu bringen, mehr als gelungen war, so waren es am Sonntagabend Abschiedstränen. Andy Kuntz musste schon während des Schlussliedes mit der Fassung kämpfen und die ersten Tränen rollten über das Gesicht. Anders Intendant Johannes Reitmeier, der bei der Zugabe begeistert mitsang. Nachdem der Vorhang endgültig gefallen war, sagte er: „Ich kann es immer noch nicht glauben. Es ist unfassbar. So etwas habe ich in meiner ganzen beruflichen Zeit an keinem Theater erlebt! Bewegend!“ Auch das Ensemble konnte sich noch nicht so Recht mit dem Ende der „Ludus-Zeit“ anfreunden. „Ich liebe es immer noch, es zu singen“, sagte Randy Diamond heute glücklich nach der Vorstellung. „Ich will gar nicht damit aufhören und bin schon ein bisschen traurig.“ Den Applaus werden sie vermissen, darin waren sich Astrid Vosberg und Arlette Meisner einig.

Wer das Rock-Oratorium von den Vanden Plas-Musikern Günter Werno und Stephan Lill und Intendant Johannes Reitmeier nicht erlebt hat, kann es sich auf der DVD anschauen. „Wir haben inzwischen die zweite Auflage mit weiteren 1.000 Exemplaren aufgelegt, nachdem die ersten 1.000 Exemplare ausverkauft waren“, so Andy Kuntz. Neben dem Pfalztheater kann man die DVD auch in allen Elektronikabteilungen und Elektronikgeschäften in Kaiserslautern kaufen.“

Was bleibt den traurigen Fans? Es gibt ein Wiedersehen mit Andy Kuntz, Randy Diamond & Co. in der neuen Spielzeit: „ChristO“ und „Die oberen Zehntausend“ stehen auf dem Programm… Fortsetzung folgt…

Text und Fotos: Petra Rödler